Herpes zoster, auch bekannt als Gürtelrose, ist eine schmerzhafte Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Dieses Virus liegt nach einer überstandenen Windpockeninfektion ruhend in den Nervenwurzeln und kann unter bestimmten Bedingungen reaktiviert werden. Die Folge ist ein schmerzhafter Ausschlag mit Bläschen, der sich entlang eines Nervs ausbreitet.
Obwohl Herpes zoster in den meisten Fällen von selbst wieder abklingt, kann die Erkrankung zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Hier spielt die antivirale Therapie eine entscheidende Rolle in der Behandlung.
"Ziel der antiviralen Therapie ist es, den Krankheitsverlauf zu verkürzen, die Schwere der Symptome zu reduzieren und die Entwicklung von Komplikationen wie die postherpatische Neuralgie zu verhindern."
Antivirale Medikamente wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir hemmen die Vermehrung des Varizella-Zoster-Virus und tragen so zur schnelleren Heilung bei. Laut Studien können sie die Dauer der Erkrankung um etwa eine Woche verkürzen und die Intensität der Schmerzen reduzieren, wenn sie innerhalb der ersten 72 Stunden nach Ausbruch der Symptome eingenommen werden.
- Alter des Patienten: Ältere Menschen profitieren tendenziell mehr von der antiviralen Behandlung als jüngere.
- Immunstatus: Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, z.B. durch Krebstherapien oder HIV-Infektion, ist die Wirksamkeit oft eingeschränkter.
- Zeitpunkt der Therapieeinleitung: Je früher die Behandlung beginnt, desto effizienter ist sie in der Regel.
- Schmerzmedikation: Zur Linderung der oft starken Schmerzen werden zusätzlich Schmerzmittel oder Medikamente gegen Nervenschmerzen eingesetzt.
- Lokaltherapie: Mit speziellen Cremes oder Gelen kann der Ausschlag und die Entzündung lokal behandelt werden.
- Impfung: Eine Herpes-zoster-Impfung kann das Risiko einer Erkrankung im Alter deutlich senken.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die antivirale Therapie ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung von Herpes zoster ist. Sie trägt maßgeblich dazu bei, den Krankheitsverlauf zu verkürzen, Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Allerdings ist ihre Wirksamkeit nicht bei allen Patienten gleich. Welche Faktoren beeinflussen Ihrer Meinung nach den Erfolg der antiviralen Therapie bei Herpes zoster am stärksten? Und welche anderen Behandlungsansätze halten Sie für wichtig?
Veröffentlicht von Dr. Sofia Urner, überprüft von Mariana Blagojevic | 2024-Apr-02