Der Herpes zoster, auch bekannt als Gürtelrose, ist eine schmerzhafte Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Dieses Virus bleibt nach einer Windpockeninfektion lebenslang im Körper und kann Jahre später zu Ausbrüchen des Herpes zoster führen. Für Patienten, die einmal an Herpes zoster erkrankt sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Rückfälle. Daher ist es wichtig, geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Eine vielversprechende Möglichkeit der Rückfallprävention stellen antivirale Medikamente dar. Diese Arzneimittel zielen darauf ab, das Varizella-Zoster-Virus in Schach zu halten und weitere Ausbrüche zu verhindern. Zu den gängigen antiviralen Medikamenten, die bei Herpes zoster eingesetzt werden, gehören Aciclovir, Valaciclovir und Famciclovir.
"Antivirale Medikamente können die Dauer und Schwere der Symptome bei einem akuten Herpes-zoster-Ausbruch reduzieren und auch das Risiko von Komplikationen wie Postzosterneuralgie verringern", erklärt Dr. Sarah Müller, Fachärztin für Dermatologie.
Neben der Behandlung akuter Herpes-zoster-Episoden zeigen Studien, dass der langfristige Einsatz von antiviralen Medikamenten auch das Risiko für Rückfälle senken kann. Eine kontinuierliche Prophylaxe-Therapie mit antiviralen Präparaten kann daher für manche Patienten sinnvoll sein.
Allerdings ist die Wirksamkeit der antiviralen Rückfallprävention nicht bei allen Patienten gleich. Faktoren wie das Alter, das Immunsystem und mögliche Vorerkrankungen beeinflussen, wie gut das Medikament anschlägt. Außerdem müssen Ärzte Nebenwirkungen und Langzeitrisiken der Medikation im Blick haben.
"Nicht jeder Patient spricht gleich gut auf antivirale Medikamente an. Deshalb ist es wichtig, den individuellen Verlauf genau zu beobachten und die Therapie gegebenenfalls anzupassen", betont Dr. Müller.
Neben Medikamenten gibt es weitere Ansätze, um Herpes-zoster-Rückfälle vorzubeugen. Dazu gehören Impfungen, die das Immunsystem stärken, sowie Maßnahmen zur Stressreduktion und Lebensstiländerungen, die das allgemeine Gesundheitsniveau verbessern.
"Eine Kombination aus antiviraler Medikation, Impfungen und Lebensstiländerungen bietet Patienten den umfassendsten Schutz vor Herpes-zoster-Rückfällen", erläutert Dr. Müller.
Letztlich hängt der Erfolg der Rückfallprävention von einem ganzheitlichen, auf den Einzelfall abgestimmten Behandlungskonzept ab. Antivirale Medikamente können dabei eine wichtige Rolle spielen, müssen aber sorgfältig mit anderen Therapieansätzen abgestimmt werden.
Welche Erfahrungen haben Sie als Herpes-zoster-Patient mit antiviraler Prophylaxe gemacht? Haben Sie weitere Strategien entdeckt, um Rückfälle wirkungsvoll zu verhindern? Teilen Sie Ihre Perspektiven mit uns!
Veröffentlicht von Dr. Sofia Urner, überprüft von Mariana Blagojevic | 2024-Mar-29