Ist eine Kombinationstherapie aus antiviralen und immunstärkenden Maßnahmen bei Herpes zoster sinnvoll?
Veröffentlicht von Dr. Sofia Urner, überprüft von Mariana Blagojevic | 2024-Apr-17
Herpes zoster, auch bekannt als Gürtelrose, ist eine schmerzhafte Virusinfektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Dieses Virus verbleibt nach einer Windpockeninfektion lebenslang im Körper und kann in späteren Jahren reaktiviert werden, was zu Herpes zoster führt. Die Symptome beinhalten einen schmerzhaften Ausschlag mit Bläschen, der oft nur eine Körperseite betrifft.
Die Behandlung von Herpes zoster konzentriert sich in der Regel auf die Linderung der Symptome und die Verhinderung von Komplikationen. Antivirale Medikamente wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir können dabei helfen, den Krankheitsverlauf zu verkürzen und das Risiko von Komplikationen wie der Postherpetischen Neuralgie zu senken. Allerdings sprechen nicht alle Patienten gleich gut auf diese Behandlung an.
In jüngster Zeit wurde die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus antiviralen Medikamenten und Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems diskutiert. Die Idee dahinter ist, dass eine Verbesserung der Immunabwehr des Körpers die Heilung und Genesung beschleunigen und das Risiko von Komplikationen senken könnte.
"Eine Kombinationstherapie könnte den Krankheitsverlauf verkürzen und das Risiko von Komplikationen wie der Postherpetischen Neuralgie senken, indem sie sowohl die virale Replikation als auch die körpereigene Immunabwehr unterstützt", erklärt Dr. Müller, Experte für Infektionskrankheiten.
- Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, um das Immunsystem zu unterstützen
- Stressmanagement und Entspannungsübungen, um den Cortisolspiegel zu senken und die Immunabwehr zu stärken
- Physio- oder Ergotherapie, um die Durchblutung und Regeneration zu fördern
- Akupunktur, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen
"Einige Studien zeigen, dass Patienten mit einer Kombination aus antiviralen Medikamenten und immunstärkenden Maßnahmen schneller genesen und seltener Komplikationen entwickeln. Andere Studien konnten jedoch keinen zusätzlichen Nutzen der Kombinationstherapie nachweisen", erläutert Dr. Müller.
Es scheint, als hänge der Erfolg einer solchen Kombinationstherapie von verschiedenen Faktoren ab, wie dem individuellen Gesundheitszustand des Patienten, dem Zeitpunkt der Behandlung und der Art der eingesetzten immunstärkenden Maßnahmen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass eine Kombinationstherapie aus antiviralen Medikamenten und Methoden zur Stärkung des Immunsystems bei Herpes zoster vielversprechend erscheint, aber weitere Forschung nötig ist, um die optimale Behandlungsstrategie zu bestimmen.
Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit einer solchen Kombinationstherapie gemacht? Welche Vor- oder Nachteile sehen Sie? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Einschätzungen und Erfahrungen zu diesem Thema.